Haus Segref

Planungsbeginn: April 2003
Baubeginn: Januar 2005

Das für die Familie Segref zu beplanende Grundstück liegt in einem Neubaugebiet im südlichen Sauerland. Das Gelände weist ein leichtes Gefälle in Nord-Süd Richtung mit Blick auf ein angrenzendes Tal auf und wird durch einen Mischwald im Westen gefaßt. Der Bebauungsplan sieht Baukörper mit einem Vollgeschoß bei einer BGF von 0,4 sowie ein Satteldach mit einer Dachneigung von 30° bis 45° vor.

Um das natürliche Gefälle zu thematisieren, wurde ein Sockel aus Sichtbeton entwickelt, der in Nord - Süd Ausrichtung in den Hang eingeschoben wird. Er bildet eine Ebene für die aufzunehmenden Baukörper und definiert den architektonisch gestalteten Raum für die junge Familie. Der Rest des Grundstücks wird als wilder Garten verbleiben und bildet einen starken Kontrast zu dem präzisen Sichtbetonsockel. Aus diesem Sockel entwickelt sich der kubische Baukörper der lang gezogenen Garage im Norden und des Gartenpavillons im Süden. Von diesen Volumen wird der ebenfalls geometrisch klare Baukörper des Haupthauses eingefasst, so dass sich zwei Höfe zwischen den drei Körpern ergeben. Der öffentlichere Wirtschaftshof im Norden orientiert sich zur Erschliessungsstraße nach Osten, der private Wohnhof mit Wasserfläche zu Waldrand und weitem Blick nach Süd - Westen.

Die Bauherren wünschten einen kompakten Baukörper, der ein gemeinsam entwickeltes, klares Raumprogramm aufnehmen sollte. Wichtig war ebenfalls eine großzügige natürliche Belichtung, sowie klar definierte Ausblicke. So entstehen u.a. durch liegenden Fensterformate im Drempel eine zusätzliche Belichtung der Räume und Ausblicke über das angrenzende Tal.
Der Einfachheit der architektonischen Form entspricht die Konzentration auf einige hochwertige Materialien im Innenausbau.

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