zimmer_frei
Kunstausstellung im ehem. Schwesternwohnheim
des St. Barbara-Krankenhauses in Attendorn

Planungsbeginn: Janauar 2002
Durchführung: September 2002

zimmer_frei steht in einer Reihe von 4 weiteren Architektur- und Kunstprojekten seit 1997, welche die Potentiale vorhandener Orte aufspüren, und durch die Belegung mit einer neuen Nutzung in einen differenzierten Kontext stellen.
Entscheidend ist die Reaktivierung bzw. Aufwertung dieser lokal oder regional relevanten Gebäude. Hiermit möchten wir Ressourcen aufzeigen, die in unseren Städten brachliegen und neue, nachhaltige Sichtweisen vorstellen, die in Wechselwirkung mit dem gesellschaftlichen und städtebaulichen Kontext entwickelt werden. zimmer_frei fordert eine andere Sichtweise auf das Bestehende, auf die Tradition, auf das Althergebrachte, hinterfragt und bringt Neues hervor. Unsere Arbeit baut auf vorhandenen Grundlagen auf, um sie mit den Anforderungen unserer Zeit zu konfrontieren und ihr Wesen dialektisch mit der Gegenwart zu verknüpfen.

Bei dem Projekt zimmer_frei handelt es sich um eine interdisziplinäre Kunstausstellung, zu der 15 bildende Künstlern aus dem gesamten Bundesgebiet sowie New York und London in das ehem. Schwesternwohnheim des Krankenhauses St.-Barbara in Attendorn im Sauerland eingeladen wurden. Die Künstler entwickeln ihre Konzepte ohne vorherige Ortsbegehung auf Grundlage eines mit differenzierten Raumdarstellungen gefüllten Koffers und stellen ihre für ihre jeweiligen Zimmer entwickelten Projekte über vier Tage aus. Vertreten sind die Kulturbereiche Malerei, Bildhauerei, Fotografie und Rauminstallation sowie Literatur, Musik und Kulinarik.

Im Gegensatz zu konventionellen Ausstellungen ist bei zimmer_frei die Kommunikation essentieller Bestandteil des Konzepts. Durch die persönliche Präsenz der Künstler und die Überlagerung der temporären Ausstellung der transformierten zimmer mit zahlreichen Aktionen wie dem vertikalen Menue, der Lesung und dem Konzert, entstand eine Atmosphäre aus angeregter Diskussion, gelassener Betrachtung, gedrängter Dichte und Spannung auf das nächste Stockwerk.

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